13.09.: Erinnern heißt kämpfen! – Antifa.Kaffeeklatsch meets… Gedenkinitiative Eugeniu Botnari

13. September 2026 | 15.00 Uhr | Kiezladen | Sonnenallee 154 (Berlin-Neukölln)

Vor zehn Jahren am 20. September 2016 starb Eugeniu Botnari. Er wurde aus sozialdarwinistischen und rassistischen Motiven von dem Leiter der Edeka-Filiale im Bahnhof Lichtenberg nach einem angeblichen Diebstahl misshandelt und schwer verletzt. Weil er fürchtete, die Behandlungskosten nicht tragen zu können, ging er zunächst nicht zum Arzt und verstarb drei Tage später an den Folgen des erlittenen Schädel-Hirn-Traumas.

Für den diesjährigen Jahrestag der Tat am 17. September organisiert die antifaschistische Gedenkinitiative Eugeniu Botnari eine Demonstration und ruft mit zu einem stillen Gedenken am Todestag auf.

Bei einem kurzen Infoblock dieses Kaffeeklatsches wird die Initiative genauere Informationen zu den Versammlungen geben, zu den Hintergründen der rechten Gewalttat, der erkämpften Gedenkkultur vor Ort und zu der aktuellen Veranstaltungsreihe zu Kontinuitäten sozialdarwinistischer Zustände, Marginalisierung, Verdrängung und Rassismus.

Zum weiteren Austausch gibt es Kaffee und Kuchen. Alle Infos zu der Veranstaltungsreihe, Demo und Gedenken findet ihr hier: //avlberlin.noblogs.org

28.04.: Tag der Befreiung Neuköllns – Vortrag „Kritik der regressiven Erinnerungskritik“

28. April: Tag der Befreiung Neuköllns 
Vortrag:“Kritik der regressiven Erinnerungskritik“- mit Nikolas Lelle
19:00 Uhr | Kleinod, Niemetzstraße 24 (Berlin-Neukölln)


Am 28. April 1945 konnte die letzte Gegenwehr von deutschen Verbänden in Neukölln gebrochen werden. Der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Neukölln und die Befreiung für Zwangsarbeiter_innen sowie Jüdinnen_Juden. Viele der Zwangsarbeiter_innen und die absolute Mehrzahl der Neuköllner Jüdinnen_Juden erlebten die Befreiung jedoch nicht mehr.

Wir nehmen den Jahrestag erneut zum Anlass, um an die Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee, aber auch an die Kontinuitäten von Antisemitismus und Rassismus im bundesdeutschen Alltag zu erinnern.
 

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01.03.: Free All Antifas – Antifa.Kaffeeklatsch meets… Soligruppe KWT zum Prozess in Dresden

01. März 2026 | 17.00 Uhr | Syndikat
(Emser Str. 131 | Berlin-Neukölln)

    Seit November vergangenen Jahres findet am OLG Dresden die zweite Runde eines großen Antifa-Verfahrens statt. In diesem wird sieben Antifaschistinnen vorgeworfen Neonazis angegriffen und verletzt zu haben. Sechs der Genossinnen wird zusätzlich unterstellt, Mitglied einer kriminellen Vereinigung nach §129 gewesen zu sein, oder in Thomas Fall, diese unterstützt zu haben. In einem Vortrag wird die Soligruppe KWT von dem aktuellen Stand des aufgebauschten Prozesses berichten und wie sich die Kriminalisierung von Antifaschismus in die offensive und kontinuierliche Repression gegen Linke europaweit einreiht. Gleichzeitig wollen wir über Solidarität in der Prozessbegleitung und eine gemeinsame Anreise zum 18.03. (Tag der politischen Gefangenen) nach Dresden sprechen.

    Um die schwere Kost etwas abzufedern, kommt auch gerne schon etwas früher. Das Syndikat hat ab 16 Uhr geöffnet und am Wochenende auch Kuchen im Programm.

    28.11.: 20 Jahre EAG & ANA – Geburtstagsparty

    28. November 2025
    21 Uhr
    ZGK Scharni (Scharnweberstr. 38)
     

    Der Weg zu zweit ist halb so weit
    Vor 20 Jahren erblickten im Nord-Osten und im Süd-Osten Berlins mit der Emanzipativen & Antifaschistischen Gruppe (EAG) und der Autonomen Neuköllner Antifa (ANA) zwei junge Antifagruppen das Licht der Welt, die schon bald auf vielen gemeinsamen Wegen wandeln sollten. Denn zwischen Berlin-Buch und Rudower Spinne, zwischen den szenigen Gentifizierungshotspots Nord-Neukölln und Pankows Prenzlberg gab es für die stabilste Nord-Süd-Achse der Stadt jede Menge Anlässe für gemeinsame Aktivitäten, Demonstrationen, Treffen und Bündnisse.

    …Wir tragen Sterne, wir tragen Herzen…

    In all den Jahren wurde sich mit den lokalen Nazistrukturen, Feminismus in Theorie und Praxis, Antisemit_innen vieler Couleur, den Tagen der Befreiung in den Bezirken und unzähligen Streitereien, Diskursen, Themen, Erfolgen und Niederlagen der linken Szene der Großstadt und darüber hinaus herumgeschlagen. Oft auch ohne dabei – wie es sich für vermeintliche „Pop-Antideutsche“ gehört – das Auge für anspruchsvolles Layout, gute Solipartys und etwas klügere linke Parolen zu vernachlässigen.

    …Wir wollen lachen und wollen scherzen…

    Nun kurz vorm Jahresausklang wollen wir diese gemeinsamen 20 Jahre mit euch feiern! Für den 28. November laden wir in die ZGK Scharni ein, zu einem Abend mit Musik und Gesang, mit Infoständen, Cocktails und allerlei Erinnerungen. Und vor allem mit Euch, all den solidarischen und wichtigen Weggefährt_innen dieser zwei Jahrzehnte und der Zukunft.

    …Dann wieder weinen und traurig scheinen…

    Dabei wollen wir einen festlichen gemeinsamen Abend in Zeiten verbringen, in denen uns als Antifaschist_innen oftmals kaum zum feiern zumute ist. Auch in Zukunft heißt es deshalb für uns, keinen Frieden mit den patriarchalen, rassistischen, antisemitischen und nationalistischen Zuständen!

    …So muss das sein, so wird das sein!

    20 Jahre EAG & ANA

    DJ Lineup:
    Miss Wreckingball (Pop & 80s)
    NoPopNoStyle (Alltimes)
    Asra (Breakbeat / Electro)
    ronni65 (Acid House)
    Nilu (Drum ‘n’ Bass)