Veranstaltungsreihe zum Tag der Befreiung Neuköllns

Samstag, den 25. April 2015 um 07:44 Uhr

 

 

Auch in Neukölln jährt sich die Befreiung durch die Armee in diesen Tagen zum 70. Mal. Wie in den letzten Jahren auch, erinnern wir mit einer Veranstaltungsreihe daran und feiern am 28.4. die Befreiung.

Ihr seid herzlich eingeladen an unseren Veranstaltungen und unserem kleinen Straßenfest teilzunehmen.

Hier findet ihr die Daten:

http://befreiungneukoelln.blogsport.de/termine/

Kommende Veranstaltungen:

Führung „Das ver­ges­se­ne KZ Co­lum­bia-​Haus“
25.04.2015 14.00 Uhr Mahnmal Golßener Straße/Columbiadamm (U-Bhf. Platz der Luftbrücke)

Der kal­ku­lier­te und plan­mä­ßi­ge Ein­satz von Ge­walt dien­te dem NS-​Re­gime zwi­schen März 1933 und Som­mer 1934 zur Fes­ti­gung der po­li­ti­schen Macht. Ab Mitte 1934 ent­stand mit dem Sys­tem der Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger eine neue Form, die ein Syn­onym ist für die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Herr­schaft in Deutsch­land darstellen. Doch be­reits ab März 1933 ent­stan­den Haft­stät­ten unter der Lei­tung von SA und SS, die zu­tref­fend als „frühe Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger“ be­zeich­net wer­den. Hier herrsch­ten von Be­ginn an Zu­stän­de eines Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers. Spä­tes­tens ab Juli 1933 nutz­te die Ge­sta­po das ehe­ma­li­ge Mi­li­tär­ge­fäng­nis Co­lum­bia-​Haus auf dem Tem­pel­ho­fer Feld als Haft­an­stalt für po­li­ti­sche Ge­fan­ge­ne.

Re­fe­ren­t_in: För­der­ver­ein für ein Ge­den­ken an die Na­zi­ver­bre­chen in und um das Tem­pel­ho­fer Feld e. V.

Die Führung wird 14.00 Uhr am Mahnmal Golßener Straße/Columbiadamm beginnen. Bitte meldet euch unter befreiung-neukoelln [at] riseup.net an. Wir empfehlen euch, Fahrräder mitzubringen, da das Gelände sehr weitläufig ist.

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Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln
26.04.2015 16.00 Uhr Infopunkt Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm

Neukölln ist ein Ort wie viele andere. Auch hier, im Süden der Stadt Berlin, wurden in der Zeit des Nationalsozialismus tausende Zwangsarbeiter_innen aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich und den Niederlanden ausgebeutet. Dies geschah in Industriebetrieben, in kleinen und mittelständischen Unternehmen, in Kirchengemeinden und in Privathaushalten. In Deutschland mochte man sich nach Kriegsende mit dem Verschwinden der Opfer häufig an diese nicht mehr erinnern. Für die ehemaligen Zwangsarbeiter_innen blieben die Erfahrung der Verschleppung nach Deutschland, das Erleben von Gewalt sowie die gesundheitlichen Folgen der Zwangsarbeit lebenslang prägend. Mit einer Radfahrt wollen wir an das Verbrechen der NS- Zwangsarbeit sowie an dessen Opfer, an die Täter und die Zeugen erinnern. Wir werden Orte besuchen, an denen Zwangsarbeiter_innen lebten und arbeiteten und über Zwangsarbeit im Allgemeinen und Zwangsarbeit in Neukölln im Besonderen sprechen. Aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre bitten wir um Anmeldung.

Anmeldung: befreiung-neukoelln [at] riseup.net
Dauer: 1,5 – 2h.
Referent_innen: Naturfreunde Berlin (FG Politik)


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Feier zum Tag der Befreiung Neuköllns und Fotoausstellung
28.04.2015 17.00 Uhr ORi, Friedelstraße 8 (U-Bhf. Hermannplatz)

Der 28. April 2015 ist der 70. Jahrestag der Befreiung Neuköllns vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee. Wir nehmen dies zum Anlass, um mit einem antifaschistischen Fest und einer Fotoausstellung an die deutschen Verbrechen zu erinnern und zum Kampf gegen Deutschland und seine Nazis aufzurufen. Unser Dank gilt den alliierten Streitkräften, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften.
Nie wieder Deutschland! Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen!


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„Als die Braunen kamen“ – Zeitzeugengespräch mit Peter Neuhof
16.05.2015 15.00 Uhr, ORi, Friedelstraße 8, U-Bhf. Hermannplatz

Peter Neuhof war acht Jahre alt, als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen. Seine Eltern, beide Mitglieder in der KPD, engagierten sich von Anfang an gegen die Nazis und halfen u.a. gesuchten Genoss_innen beim Untertauchen. Auch Peter war aktiv gegen die Nazis. Er liest aus seinem Buch „Als die Braunen kamen. Eine Berliner jüdische Familie im Widerstand.“ und erzählt uns von seiner Geschichte als Kind einer jüdischen, kommunistischen Familie.
Bitte meldet euch für diese Veranstaltung unter befreiung-neukoelln [at] riseup.net an.

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Vortrag „Keine Atempause, Gedächtnis wird gemacht …
NS-Vergangenheit und bundesrepublikanische Geschichtspolitik“
28.05.2015 20.00 Uhr k-fetisch, Wildenbruchstraße 86 , U-Bhf. Rathaus Neukölln

Musste ein öffentliches Gedächtnis an die NS-Verbrechen in der alten Bundesrepublik von Überlebenden, linken Aktivist/innen und Graswurzelinitiativen gegen massive gesellschaftliche Widerstände erkämpft werden, herrscht seit den 1990er Jahren ein breiter, auch staatlich geförderter Erinnerungskonsens. Das offensive Bekenntnis zu negativer Vergangenheit und eine repräsentative Gedenkstättenlandschaft sind dabei Teil einer nationalen Läuterungs- und Überwindungserzählung geworden, die von erfolgreichem ‚Lernen aus der Geschichte‘ und einer alternativlosen Gegenwart kündet.

In einem einleitenden Vortrag soll diese diskursive Entwicklung noch einmal nachvollzogen werden. In der anschließenden Diskussion wollen wir unter anderem danach fragen, welche Rolle die bundesrepublikanische Linke in diesem Prozess gespielt hat und wie eine kritisch-emanzipatorische Gedächtnisarbeit unter den gegenwärtigen geschichtspolitischen Bedingungen aussehen könnte.

Cornelia Siebeck forscht, schreibt und lehrt zu gedächtnispolitischen und -kulturellen Themen.

Jonas Kühne engagiert sich im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit und schließt gerade sein Geschichtsstudium ab.

   

Aufruf gegen die Hamas-Konferenz am 25.04.2015 in Berlin

Samstag, den 25. April 2015 um 07:54 Uhr

Gegen die Hamas-Konferenz und antisemitische Zustände

Am Samstag, den 25.04.2015, wird in der Arena in Treptow eine palästinensische Großveranstaltung stattfinden. Organisiert wird die „Konferenz der Palästinenser in Europa“ vom „Palestinian Return Center“ (PRC) und der „Palästinischen Gemeinschaft in Deutschland“.
Das PRC arbeitet eng mit der Hamas zusammen und die PGD war Teil der Organisation der antisemitischen Anti-Israelproteste im Sommer 2014. Die Ausrichtung der Konferenz ist deutlich. Schon das Logo der Veranstaltung zeigt, worauf diese Konferenz abzielt: Eine Landkarte ohne Israel, ohne Juden im Nahen Osten.
Es ist erschreckend, dass ein als Terrororganisation eingestufter Zusammenhang eine offizielle Plattform erhält, um sich über vernichtenden Antizionismus sowie Frauen*-, Homo- und Trans*feindlichkeit auszutauschen. In den letzten Tagen hagelte es offizielle Kritik an der Konferenz, einige Politiker_innen zeigen sich persönlich bestürzt. Auch wenn sich die postnazistische deutsche Gesellschaft scheinbar einig ist und wie bei dem Anschlag auf Charlie Hebdo unzählige Solidaritätsbekundungen heuchelt, bleiben Kritik und Positionen inkonsequent.
Das neue Deutschland findet auch hier wieder die Möglichkeit sich mit der deutschen Vergangenheit, der Einzigartigkeit der Shoah, zu brüsken und sich als die geläuterte Nation darzustellen, mit der sich vorbehaltlos identifiziert werden kann. Dass diese Veranstaltung offiziell genehmigt wurde, zeigt welchen Leitlinien gefolgt wird. Auch Berlin zeigt Fahne gegen diese Veranstaltung. Solange solche Zustände existieren, bleibt die Kritik nichts weiter als ein hohles Versprechen mit einem faden Beigeschmack von Status, Image und Standortlogik.
Wie sich die deutsche Gesellschaft sich zum Thema Antisemitismus äußert, zeigt die antizionistische Welle im Sommer 2014. Das Resümee dessen bringt einige Herausforderungen mit sich. Es muss klar benannt werden, dass der auf Gaza-Soli Demos geäußerte Antisemitismus nicht von deutschen Neonazis ausging, sondern von Teilen der arabisch-muslimischen Community in Deutschland und von vermeintlich Friedensbewegten getragen wurde. Israel wird im linken Kontext immer wieder mit antisemitischen Doppelstandards belegt. Die Hamas wird im Gegensatz dazu als Befreiungsorganisation hoch stilisiert und islamistische Ideologie und Terror bereitwillig ausgeblendet.
Es muss klar gemacht werden, dass Antisemitismus weder ein Phänomen ausschließlich muslimischer Communities noch ein „importiertes“ Problem ist. Ganz im Gegenteil, ist Antisemitismus seit langer Zeit eingewoben in den Strukturen der europäischen Gesellschaften und Anti-Antisemitismus wird allzu häufig gebraucht, um Rassismus scheinbar legitimiert zu äußern und rassistisch zu agieren.

Daher gilt es am Samstag auf die Straße zu gehen: Gegen Antisemitismus, Islamismus, Deutschland und Rassismus!

Autonome Neuköllner Antifa [ANA]

Kundgebung gegen die Hamas-Konferenz: 25.04. ::: 10:00 Uhr ::: Eichenstraße Ecke Martin-Hoffmann-Straße, Berlin-Alt-Treptow

   

1. Mai Nazifrei - NPD-Kundgebung ausfallen lassen

Donnerstag, den 23. April 2015 um 17:44 Uhr


Alle Jahre wieder versucht die Berliner NPD rund um den 1.Mai auf sich
aufmerksam zu machen. Wie in der letzten Woche bekannt wurde, plant die
Nazipartei in diesem Jahr zwei Kundgebungen – eine ab 12:00 in
Hohenschönhausen an der Zingster Straße Ecke Falkenberger Chaussee (Nahe
S Hohenschönhausen) und im Anschluss eine in Marzahn am Ahrensfelder
Platz (nahe S Ahrensfelde). Nicht nur mit den Orten, auch mit Motto
„Asylbetrug macht uns arm – Soziale Absicherung für das eigene Volk“,
schließen die Neonazis an die rassistischen Proteste der letzten Monate
in den Berliner Randbezirken an.
Aber wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn Nazis auf die Straße gehen
wollen. Deswegen kommt alle am 1.Mai ab 11:00 nach Hohenschönhausen und
anschließend nach Marzahn. Nutzen wir die kämpferische Stimmung der Tage
um den 1.Mai in der linken Szene, um der NPD und ihren Kadern eine
deftige Abfuhr zu verpassen. Kein Fußbreit den Rassisten!

Antifaschistische Demonstration: 11 Uhr am S-Hohenschönhausen

Gemeinsame Anreise aus der Innenstadt: 10.15 Uhr am Ostkreuz, Ausgang
Sonntagsstraße

Für aktuelle Infos checkt gemeinsam-gegen-rassismus.net

Wir twittern am 1. Mai unter: twitter.com/ai_b_bbg (AntiRa Infoportal // @ai_b_bbg)
Hashtag: #hsh_antira

Den EA in Berlin erreicht ihr unter: 030 / 6922222

   

Allein machen sie dich ein …

Samstag, den 07. März 2015 um 15:30 Uhr

 

Veranstaltung für von Repression Betroffene im Zusammenhang mit den rassistischen Mobilisierungen in Berlin

Nach Monaten der Demonstrationen und Aktionen gegen die rassistischen Mobilisierungen in den Berliner Randbezirken und gegen BÄRGIDA ist es nun etwas ruhiger geworden.
Während Menschen auf die Straße gingen um gegen Hetze und Rechtspopulismus zu demonstrieren, schützte die Berliner Polizei die Aufzüge der Nazis und Rassist_innen. Mehr noch, unter fadenscheinigen Begründungen wurden massenhaft Gegendemonstrant_innen verhaftet und Strafanzeigen gestellt.
Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen Strafbefehle oder Gerichtstermine auf die Betroffenen zukommen.
Dagegen müssen wir uns wehren.
Mit einer Veranstaltung gegen die staatlichen Repression wollen wir anfangen.
Eingeladen sind Rechtsanwält_innen und Vertreter_innen des Ermittlungsausschusses und der Roten Hilfe. Teilnehmen können alle, die im Zusammenhang mit den Gegenprotesten zu den rassistischen Mobilisierungen verhaftet wurden oder Anzeigen bekommen haben.
Auf der Veranstaltung Ende März wollen wir allgemeine Rechtsinformationen geben und euch darüber informieren, welche Formen von Hilfe ihr in Anspruch nehmen könnt. Uns ist es wichtig, dass wir uns zusammentun und uns gegenseitig informieren, helfen und vernetzen. Denn nur gemeinsam sind wir stark.
Wenn ihr zu dieser Veranstaltung eingeladen werden wollt, schreibt uns bitte an die unten stehende Adresse. Bitte denkt daran. Das Internet ist nicht sicher. Es reicht uns also, wenn ihr lediglich mitteilt, dass ihr kommen wollt. Weitere Angaben sind nicht nötig!

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